Schwerpunkte unserer Arbeit 2026
Ein kurzer Überblick über die unsere derzeitigen Arbeitsfelder und Baustellen:
- Beratung - derzeit beraten wir ca. 160 Menschen, Ehepaare mit Konflikten der ehelichen Sexualität; Menschen, die mit ihrer Identität als Frau oder Mann ringen; Menschen, die ihre Sexualität als konflikthaft empfinden; Menschen, die Fragen zur Vereinbarkeit von christlichem Glauben und Sexualität haben; Menschen mit problematischem Pornografie und Medienkonsum; Eltern, die sexualpädagogische Fragen haben und Fragen zur Sexualerziehung
- Vorträge und Seminare in Gemeinden, Verbänden und Hochschulen - Im Vordergrund stehen derzeit Themen der Sexualpädagogik. Aufgrund einer sich verändernden ethischen Landschaft, die auch vor traditionellen oder konservativen Gemeinden nicht Halt macht, werden verstärkt Fragen der Sexualerziehung an uns herangetragen. Dazu haben wir in diesem Jahr bereits einige Online-, Tages- und Wochendseminare in Deutschland, Schweiz und Österreich durchgeführt. - Fragen der Integration von Menschen, die nicht-heterosexuell empfinden, sind Ausgangspunkt für weitere Seminare. - Daneben stehen seelsorgerliche Themen, wie Vergebung und Versöhnung von Beziehungen, die Arbeit an der Persönlichkeit, die Gestaltung der Gemeinde als heilende Gemeinschaft.
- Ausbildung emotiv-schematheoretische Beratung - Ende 2025 hat eine neue Berater- und Seelsorgeausbildung mit über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begonnen. Schwerpunkt ist neben der Einführung in die Grundlagen, die Eheberatung. - Derzeit steigen noch weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Ausbildung ein. - Ab 2027 werden wir die Ausbildung neu strukturieren. Neben einer fortgeschrittenen Gruppe wird es einen Grundkurs geben. Er kann ab der Anzahl von 8 Bewerberinnen und Bewerbern stattfinden und wird ca. 8 Module umfassen, der einem genauen inhaltlichen Fahrplan folgt. Mit diesem Grundkurs können Interessenten dann in die Fortgeschrittenengruppe einsteigen, um die vertiefenden Methoden der beraterenden und seelsorgerlichen Arbeit der ESSB zu lernen.
- Studiengang Leib - Bindung - Identität: Sowohl Online- wie vor Ort an der Hochschule Heiligenkreuz findet derzeit unser Studiengang statt. Wir befinden uns bereits in der Mitte des Studiengangs. Im Studiengang sind über 20 Teilnehmer. Die ersten Erfahrungen zwischen Online und Vor-Ort-Veranstaltungen werten wir derzeit noch aus und werden in die Gestaltung des nächsten Studiengangs einfließen, der ab Herbst 2027 geplant ist.
- Reise zum Mannsein - Reise zum Frausein - Beide Seminarreihen, bestehend aus 8 Modulen, laufen derzeit. Wir sind mit über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterwegs. Die Gestaltung der Prozesse in den Gruppen ist für uns von der ständigen Herausforderung geprägt, zwischen dem Weg der einzelnen Teilnehmer und dem der Gesamtgruppe zu unterscheiden. Auf der Reise wollen wir Menschen in den "Rhythmus des gesunden Lebens" einüben. Viele der Teilnehmer ringen im Alltag mit ihrer Persönlichkeit und Identität. Sie bringen Fragen zu ihrer Sexualität, ihren Partnerschaften oder ihrer Beziehungsgestaltung mit. Derzeit befinden wir uns in der Mitte des Reiseprozesses.
- Arbeit an Schulen und Internaten: Wir begleiten unterschiedliche Schulen, Schulen mit Internaten, supervisorisch. Herbei stehen Fragen der Pdagogik, der Persönlichkeitsbildung, der Sexualpädagogik im Mittelpunkt.
- Kindschutz - Prävention sexueller Gewalt: In den letzten Jahren sind wir verstärkt mit Fragen der Prävention befasst. Anlass waren Fragen besorgter Eltern, die auf die liberale Sexualpädagogik an Schule reagieren. In einem großen Projekt arbeiten wir derzeit Methoden für eine neue Form der Sexualpädagogik und Prävention aus. Wichtig ist uns die Unterscheidung zwischen Sexualpädagogik und Prävention. Denn die Sexualität, die auf personale Liebe gründet muss für Kinder und Jugendliche von Grenzverletzungen und Gewalt unterschieden werden können. - In den letzten 12 Monaten haben wir uns kritisch mit den vorliegenden Konzeption auseinandergesetzt, die Sexualpädagogik und Prävention vermischen und glauben, dass durch die sexuelle Befähigung von Kinder und Jugendlichen der Schutz vor Grenzverletzungen erhöht werden kann. Wenige Eltern sind darüber informiert, welche Sexualkonzepte und welches Menschenbild hinter diesen Ansätzen steht. Wir wollen nicht nur über diese Ansätze informieren, sondern arbeiten einem konkreten Praxis-Konzept, das wir u.a. mit den Studierenden unserer Studiengangs Leib-Bindung-Identität entwickeln. Eine sehr zeitaufwendige Arbeit, die uns sehr in Beschlag nimmt.
- Publizistische Arbeit - Print und Radio: Publizistisch veröffentlichen wir verschiedene Artikel vor allem zum Thema Sexualberatung, Sexualpädagogik und zu Fragen der Erziehung. In Radiosendungen haben wir in diesem Jahr das Thema der Prävention bei Kindern und die besondere Prävention unter Jugendlichen thematisiert. Dabei ging es vor allem um die Frage von Grenzverletzungen zwischen Jugendlichen. Wenige wissen, dass die überwiegende Anzahl von sexuellen Grenzverletzungen zwischen Jugendlichen vorfallen. Noch weniger ist bekannt, dass Jugendliche solche Übergriffe durch die Herabsetzung der Grenzen auf Partys in Clubs, im Alltag der Schule selbst begünstigen. Die Frage der pädagogisch-präventiven Arbeit mit Jugendlichen ist daher dringlich. - Vertieft wird das Thema durch eine kommende Sendung zum Thema "frühe romantische Beziehungen" und "Gewalt in frühen romantischen Beziehungen".