Reise zum Mannsein swap_horiz

Männerseminare zur Stärkung der männlichen Identität gibt es mittlerweile viele – auch im christlichen Bereich. Sie ermutigen Männer, die in jungen Jahren bereits tiefe Geborgenheit und Annahme erfahren haben, aber in ihrem Leben hier und da in Sackgassen geraten sind, sich zu früh auf gewisse Muster, das Leben zu bewältigen, festgelegt haben und sich an gewissen Punkten mehr Energie, Unabhängigkeit und Lebensfreude wünschen.

Wir dagegen wollen die Männer ansprechen und mit auf die Reise nehmen, die schon früh in ihrem Leben Zurückweisung und Mangel an Bestätigung erlebt haben, und daher schon immer große Scham und Unsicherheit zu bewältigen hatten.

Wir laden also Männer ein, die

  • schon immer in ihrem Leben viel Scham mit sich herumtragen
  • schon früh traumatisiert wurden durch Formen des Missbrauchs, Gewalt, Zurückweisung oder Vernachlässigung
  • sich im Zusammensein mit anderen Männern häufig schwertun
  • dazu neigen, andere Männer zu idealisieren und sich selbst als eher minderwertig empfinden
  • ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse noch schlecht wahrnehmen können
  • noch kaum ein ausgeprägtes Bild ihres eigenen Mannseins haben
  • keine klare Wahrnehmung und Wertschätzung der eigenen Stärken haben
  • sich für ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Schwächen schämen
  • Kontakte zu anderen Männern oder deren Stärken erotisieren und sexualisieren

Was erlebt man auf der Reise?

8 Wochenenden im Zeitraum von 2 Jahren -

in einer Gemeinschaft von 12 Teilnehmern und einem Team erfahrener Männer.

Wir stellen uns gemeinsam tiefsten Blockaden, die die Männer davon abhalten, das eigene Mannsein authentisch, leidenschaftlich und erfüllend zu erleben und zu gestalten.

Dafür erarbeiten wir, was den Einzelnen im Leben hemmt, blockiert, lähmt, beschämt und in die falsche Richtung treibt. Wir erarbeiten Wege, um sich mit Selbstbehauptung gegen die Scham zur Wehr zu setzen, die häufig das Lebensgefühl bestimmt.

Wir fordern dazu heraus, völlig neue Wege zu wagen: im Umgang mit dem Körper, im Umgang mit Gefühlen und in der Gemeinschaft mit anderen Männern.

Wir leiten an zu einem ganz neuen Stress- und Beziehungsmanagement und zeigen, wie man trotz Konflikten in seiner Biographie, in seiner Identität und in seinem Alltag glücklich als Mann leben kann!

Wie arbeiten wir?

Wir arbeiten mit einem Modell des Konfliktes; denn ein Mann kann nur an dem wirklich nachhaltig arbeiten und verändern, was er zutiefst verstanden hat.

Wir arbeiten immer auch über den Körper und mit dem Körper; denn Gefühle entstehen nicht in Gedanken, sondern sind zuerst Äußerungen des Körpers.

Wir wollen die Leidenschaft des eigenen Mannseins erwecken. Daher konzentrieren wir uns nicht auf Vorträge und Diskussionen, sondern arbeiten erlebnisorientiert und so, dass jeder seine Emotionen entdecken und zeigen kann.

Da wir wissen, dass das Mannsein in der Gemeinschaft mit anderen Männern geboren und genährt wird, fördern wir das Miteinander in Zweier-Gefährtenschaften und im Arbeiten in kleinen Gruppen. Besonders wichtig ist uns dabei, dass wir lernen, unsere Scham zu überwinden und wirklich authentisch zu werden – im Blick auf uns selbst und in der Gemeinschaft.

Wir arbeiten also genauso kognitiv wie emotionsfokussiert, ressourcen- und resilienz-fördernd wie traumalösend, körpertherapeutisch, gruppendynamisch, erlebnisorientiert.

Bevor ein Mann sich für die komplette Reise zum Mannsein verpflichtet, die den einen oder anderen auch überfordern kann, laden wir ihn zu einem Einsteigerwochenende ein, das wir Aggression und Wildheit als Kraft nennen! Dort kann man uns Mitarbeiter und unsere Arbeitsweisen kennenlernen. Das dient der Einschätzung, ob man die Voraussetzungen hat, um tatsächlich von der kompletten Reise zum Mannsein zu profitieren.

Auch für uns als Verantwortliche ist dieses vorbereitende Seminar sehr wichtig, um abschätzen zu können, ob die Reise von dem möglichen Teilnehmer voraussichtlich mit Gewinn durchlaufen werden kann.

M.A.L.E. - vier Worte für dein Mannsein

Für die Reise zum Mannsein sind vier Stichworte tragend, die wir in der Abkürzung M.a.l.e. zusammengefasst haben: - Mannsein: authentisch – leidenschaftlich – erfüllend

Mannsein: was verstehen wir unter Mannsein? Um welche Art Männlichkeit oder Maskulinität geht es uns? Welchen Schwierigkeiten im Bereich männlicher Identität begegnen wir? Wie wollen wir uns diesen Schwierigkeiten durch unsere Angebote stellen?

authentisch: Was bedeutet Authentizität nach innen? Was hält uns davon ab, mit uns selbst authentisch zu sein? Warum spalten wir Erlebnisse, Gefühle, Befürchtungen ab, ignorieren und verdrängen sie und wie kann es gelingen, dass wir uns in uns selbst auskennen, uns mit uns aussöhnen und uns unseren Schatten stellen? – Was bedeutet Authentizität nach außen (interpersonal)? Warum fällt es uns so schwer, in Beziehungen das zum Ausdruck zu bringen, was wirklich in uns vor sich geht? Wie können wir so authentisch werden, dass wir Beziehungen für uns erfüllend erleben und destruktive Verhaltensweisen (zum Beispiel der Kontrolle) hinter uns lassen können?

leidenschaftlich: Was macht aus einem männlichen Wesen einen leidenschaftlichen Mann? Wir meinen damit einen Mann, der sich einlassen und der sich abgrenzen kann, der sich seinen Gefühlen und Bedürfnissen stellt und sich ihrer nicht schämt, der dem Leiden nicht ausweicht, der die Realität nicht biegen sondern ihr ins Auge sehen möchte, der sich seinem Schatten stellt, der annehmen kann, der loslassen kann – schlechte Angewohnheiten genauso wie destruktive Beziehungen und lähmende Denkstrukturen. Was hindert Männer daran, in dieser Weise leidenschaftlich zu sein? Wie können sie den Kontakt zu ihrem leidenschaftlichen Kern wieder aufnehmen und darin wachsen?

erfüllend: Jeder Mensch sehnt sich nach Erfüllung – nach der Erfüllung seiner tiefen Wünsche und Sehnsüchte. Wenn wir uns als Männer aufmachen, Erfüllung zu erleben, so ist ein Grundsatz vorauszusetzen: es gibt Bedürfnisse, die unabdingbar sind und die erfüllt werden müssen, wenn wir kein verkrümmtes Leben leben oder verhindern wollen, dass sich die ungestillten Bedürfnisse in destruktiver Weise selbständig machen (z.B. Süchte). Daher müssen wir uns eingestehen: wir sind bedürftige Wesen und wir können es uns nicht aussuchen, ob wir Bedürfnisse haben oder nicht. Das macht uns schwach und angreifbar, öffnet gleichzeitig den Weg zum Nächsten. Wir müssen uns aber auch eine Grenze eingestehen: das Leben besteht auch aus Frustrationen und nicht jedes meiner vordergründigen Bedürfnisse verrät schon den Kern meines inneren Suchens. Daher gehört zur Auseinandersetzung mit der Erfüllung immer auch die Frage der Verantwortung und die Auseinandersetzung mit Frustrationen. (Beispiele für Bedürfnisbereiche: beziehungsorientiert, freundschaftlich, physisch, spirituell, handlungsbezogen, autonom, entspannend, selbstmitteilend)